Die Geschehnisse der letzten Woche und die Saltee Islands

Die letzte Woche war echt verrückt. Am Montag haben wir erfahren, dass das Visum von Marlene, meiner Mitbewohnerin und Arbeitskollegin, aufgrund Verfahrensänderungen nicht verlängert werden kann und sie schon am nächsten Tag zurück in die Staaten fliegen muss.

Nachdem wir das erfahren haben, standen wir alle (also meine drei Mitbewohnerinnen und ich) im Kreis, haben uns umarmt und geweint und gelacht gleichzeitig. Wir sind uns schon sehr ans Herz gewachsen und gerade als wieder etwas Normalität eingekehrt ist, wird wieder alles durcheinander geworfen. Wir haben beschlossen, dass wir die letzten Momente zusammen genießen wollen, trotz aller Geschehnisse. Also haben wir Marlene beim Packen geholfen und sind abends nach Tramore gefahren, wo wir am Meer saßen und Fish n Chips hatten.

Wir haben ganz viel zusammen gebetet, gesungen, geweint und wieder gelacht. Am nächsten Morgen haben wir Marlene überrascht und haben sie gemeinsam zum Flughafen gebracht. Dort haben wir zum letzten Mal gemeinsam gefrühstückt und mussten sie dann gehen lassen.

Aufgrund der Änderung des Visaverfahrens muss auch Cheri, meine andere Mitbewohner, nächste Woche für unbestimmte Zeit zurück nach Amerika.

Da jetzt eine Arbeitskraft fehlt, mussten die anderen extra viel arbeiten um sie zu ersetzen. Also haben wir alle so viele Stunden wie möglich eingelegt. Am Freitag war ich von 6 Uhr morgens bis 13 Uhr in der Bäckerei und bin nach einer Pause am Nachmittag wieder zurück gegangen. Wir haben eine zweite Schicht von 16 – 20 Uhr gearbeitet und das war echt heftig. Am Abend hat mir der komplette Körper wehgetan und ich wusste nicht wie ich am nächsten Morgen die nötige Kraft aufbringen sollte um um 4:15 Uhr aufzustehen und wieder arbeiten zu gehen.

Am nächsten Morgen habe ich kraftlos meine Bibel aufgeschlagen und irgendwie wollte ich nicht nach meinem üblichen Bibelleseplan gehen, weil ich gerade Jeremia lese und so früh am Morgen verstehe ich sowieso so gut wie gar nichts was da steht :D. Also habe ich ein bisschen rumgeblättert und bin auf einmal auf den Vers gestoßen:

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder und Schwestern, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Römer 12,1

Und auf einmal war sie wieder da, die Kraft und Lust nochmal mein Bestes zu geben für das Werk Christi. Der Vers hat den Tenor des gesamten Tages geändert.

Am Samstag sind wir mit der Jugend zu den Saltee Islands gefahren. Das sind unbewohnte Inseln, auf denen es nur verschiedene Tiere und Natur gibt. So WUNDERSCHÖN! Das ich daran teilnehmen konnte, war auch eine Gebetserhörung.

In dieser Woche habe überhaupt so viele Gebetserhörungen gehabt. Immer wieder durfte ich erfahren wie Gott für uns sorgt, selbst in den kleinsten Dingen. Um alles aufzuzählen würde ich Stunden brauchen…

Zum Schluss habe ich wieder einen Vers zum Nachdenken:

Der Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer denn alles; und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen. Johannes 10,29

Nochmal zur Wiederholung:

NIEMAND kann uns aus des Vaters Hand entreißen 🙂 ❤

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Saltee Islands Wildlife

 

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