Meine ersten Tage im neuen Leben

Jetzt bin ich schon eine Woche in Irland und ich liebe es. Am Dienstag und Sonntag arbeite ich nicht, an allen anderen Tagen stehe ich um fünf Uhr auf und gehe zur Arbeit.

Meine Mitbewohner sind Engel! An einem Tag bin ich von der Arbeit nach Hause gekommen und da lag ein Umschlag auf meiner Kommode mit der Nachricht: „Zu öffnen wenn du traurig bist, dich einsam fühlst oder nach Hause fährst!“

Am Anfang der Woche wurde in den Nachrichten vermeldet, dass ein Sturm auf Irland zukommt und die Leute sich darauf vorbereiten sollten. Die Reaktion darauf war abnormal. Alle Leute sind komplett ausgerastet. In den Läden waren alle Regale leergeräumt, es gab nirgendwo mehr Milch, Butter oder Brot zu kaufen. Wir dachten es wird vielleicht ein bisschen schneien und haben uns zuerst etwas lustig gemacht über die Iren.

Aber jetzt ist uns nicht mehr so zu lachen zu Mute. Am Mittwoch hat es angefangen zu schneien und es hat seitdem nicht mehr aufgehört.

Erst mussten wir auf das Auto verzichten, weil es hier nirgendwo Winterreifen gibt und wir mit unseren Sommerreifen nur rumgeschlittert sind. Aber das war nicht so schlimm, wir haben unseren Nachbarn angerufen und er hat uns morgens zur Arbeit gefahren.

Danach sind die Wasserleitungen eingefroren bei einigen Leuten und sie sind mit Kanistern zu uns ins Geschäft gekommen und haben gefragt, ob sie Wasser haben könnten. Da haben wir schon gemerkt, dass der Sturm vielleicht doch etwas Ernsteres sein könnte. Es sind noch mehr Wasserleitungen eingefroren und eine Nachbarin ist sogar zum Duschen zu uns gekommen…

Dann ist bei uns das Gas eingefroren und wir können nicht mehr kochen. Seit gestern ist der Schnee noch viel schlimmer geworden und die Regierung hat Alarmstufe rot ausgesprochen (was auch immer das heißt!). Alle Geschäfte, alle Restaurants sind geschlossen und alle Leute sollen zu Hause bleiben. Es gehen keine Flüge mehr, nichts! Alle Leute sind zu Hause eingeschneit und können das Haus nicht verlassen.

Weil wir aufgrund des Schnees nicht zur Arbeit gehen konnten, haben meine süßen Mitbewohner Brot gebacken und Suppe gekocht und an die Nachbarn verteilt. Einfach so, weil sie einfach nicht still sitzen können und immer etwas zu tun brauchen.

Später am Tag ist dann unser Strom ausgefallen und wir haben Leute aus der Gemeinde angerufen und gefragt ob wir zu ihnen kommen können. Ohne Strom bei Minusgraden zu Hause sitzen? – So abenteuerlustig sind wir dann doch wieder nicht.

„The beast of the east“ hat ganze Arbeit geleistet. Das ganze Land ist lahmgelegt.

Gestern, als der Schnee noch nicht ganz so hoch war und man sich noch einigermaßen fortbewegen konnte, haben wir eine alte Badewanne mit einem Seil an einem Pick-up befestigt und haben unseren Spaß gehabt.

Das Beitragsbild ganz oben habe ich letzten Sonntag gemacht und ein paar Tage später ist alles komplett zugeschneit… Das geht irgendwie nicht in mein Hirn rein 😀

Langsam sind wir wieder bereit für den Frühling und auf Spaziergänge am Meer.

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Unsere Badewannentour
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Nicht so geeignete Straßen für Sommerreifen…

 

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