Mehr als nur eine Reise (Teil 2)

Mittlerweile ist die Depression die ich zum Anfang hatte Gott sei Dank verschwunden.

Nachdem wir bei Leah angekommen sind, habe ich mich erstmal aufs Bett gepflanzt und versucht etwas zu schlafen, aber es war einfach unmöglich. Die Gedanken in meinem Kopf haben die ganze Zeit eine Reihe von Wörtern geformt die sich dann in einen Wasserfall von Sätzen verwandelt haben. Ich habe mich hin und her gewälzt bis ich mich dazu entschlossen habe schließlich doch aufzustehen, meinen Laptop zu holen und die Sätze aufzuschreiben.

Nachdem ich fertig war mit dem Text, bin ich aufgestanden und habe meine Andacht gehalten. Nicht so eine kurze „sein-Gewissen-beruhigen-Andacht“, sondern eine die in die Tiefe geht. Ich wollte wissen, ob Gott mir etwas zu sagen hat. Ich habe Fragen an Ihn. Wie soll es weiter gehen? Was ist Sein Plan für mein Leben?

Mir ist bewusst geworden, dass manchmal nicht die Antwort auf all diese Fragen die Lösung ist, sondern die Möglichkeiten alles abzugeben. Loszulassen was einen quält und sich völlig und von ganzem Herzen auf Gott zu verlassen.

Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand;sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Sprüche 3, 5-6

Also tue ich das jetzt auch. Es liegt nicht mehr in meiner Hand. Alles gehört Ihm. All meine Sorgen, alle meine Ängste will ich Ihm anvertrauen und Er soll mich führen.

Das ist Freiheit in Christus! Eine Freiheit die nur Gott geben kann. Wir müssen nicht gefangen sein in unseren Ängsten und Vorstellungen wie das Leben weiter gehen soll. Nein, wir können sicher sein, dass Gott uns auf dem besten Weg führen wird, wenn wir Ihn darum bitten, WENN wir Ihm vertrauen.

Nach meiner Andacht, bin ich rüber gegangen zu den Leuten, denen das Haus gehört. Leah ist zur Arbeit gegangen und ich war alleine. Um nicht wieder in Einsamkeit zu versinken, wollte ich mich kurz bei der Familie vorstellen.

Die Familie ist echt süß. Sie sind ein Teil der Mennoniten Gemeinschaft (Ex-Amishe) und die Herkunft spürt man ihnen an. Sie sind einfach total relaxte Menschen, immer gut drauf und extrem freundlich. Ich habe mich sofort akzeptiert gefühlt.

Ich bin auch gleich zum Lunch geblieben und konnte mich mit der Mutter austauschen über das Leben und so. Sie haben drei Kinder im Alter von 8, 5 und 4 Jahren.

Nach dem Lunch ist Leah gekommen und hat mich abgeholt. Dann konnte ich endlich duschen <333333 und jetzt sitze ich hier in einem christlichen Café (das gibt es auch nur in Amerika) und warte bis Leah fertig ist mit ihrem Musikunterricht für heute und mich wieder abholt.

Heute Abend geht es dann nach Virginia wo ich Schulkindern morgen einen Vortrag über Deutschland halten werden und im Anschluß Ritter Sport Schokolade an alle verteile. Leah und ich haben eine Wette laufen. Sie hat auch Schokolade mitgenommen aus ihrem Ursprungsland (England) und ich habe gewettet, das die deutsche Schokolade besser ist. Für mich steht die Siegerin eigentlich schon fest 🙂

So, ich komme mal zum Schluß. Ganz liebe Grüße nach Deutschland.

Franzi ❤

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