Meine Begegnung mit Gott (Teil 2)

Mit 14, war ich komplett ausgebrannt. Ich fand keine Freuden mehr, nichts was mich hätte glücklich machen können. Ich wollte einfach nur noch frei sein. Frei von all der Last, all der Sünde die mich so quälte.

Aber ich konnte mich Keinem anvertrauen, zu groß war die Scham und der Hass auf mich selber. Um nicht nachdenken zu müssen, füllte ich mein Leben mit Dingen die mich ablenkten und mir einen „Kick“ gaben.

Regelmäßig ging ich mit Freunden klauen. Das Adrenalin fühlte sich gut an. Dieses Gefühl nicht erwischt worden zu sein, war wie eine Droge. Außerdem lenkte es mich ab und ich musste nicht mehr so oft an Gott denken.

Wenn ich schlafen ging, lief immer das Radio neben mir. Ich schaltete es gar nicht mehr ab. Ich konnte die Stille nicht ertragen.

Ich war rastlos. Ich wollte Frieden und ich wusste, dass es diesen Frieden nur bei Gott gibt. Aber nicht für mich! Meine Last war zu groß.

Wieso lebe ich eigentlich? Ohne Gott, hat es keinen Sinn zu leben, aber ein Leben mit Gott habe ich nicht verdient. Es gibt für mich keine Vergebung…

Kurz nach meinem 15 Geburtstag, bat ich meine Eltern um Hilfe. Ich sagte ihnen, dass ich Raum brauche um von allem wegzukommen und Zeit um nachzudenken. Ich wollte mit Gott reinen Tisch machen, es zumindest versuchen und dafür brauchte ich etwas Distanz zu allem Gewohnten.

Also fragten sie bei unseren Freunden in Irland, ob sie mich nicht für eine Weile aufnehmen könnten. Sie willigten ein und auch die Schulleitung hatte wider Erwarten kein Problem damit, dass ich für ein paar Monate ins Ausland gehe.

Dort angekommen, nahm ich mir fest vor, jeden Tag mindestens 2 Kapitel zu lesen.

Gleich am ersten Tag fing ich mit dem Matthäus Evangelium an und hielt mich streng an meinen Leseplan. Nie zuvor hatte ich mich so intensiv und bewusst mit dem Wort Gottes auseinander gesetzt und es war als ob ich die Bibel zum allerersten Mal lesen würde.

Ich las die Geschichten von Jesu Geburt, von seinem Leben und all seinen Wundern. Dann kam ich an die Stelle, wo von Jesus Tod und Kreuzigung berichtet wird und ich brach in Tränen aus.

Für mich? Er hat Todesqualen gelitten und wurde gekreuzigt, FÜR MICH? Er liebt MICH?

Zum ersten Mal nahm ich Gott nicht nur als den strengen Richter wahr, sondern als einen liebenden Vater. Gott liebte mich! Jesus litt Schmerzen, weil Er mich liebte!

Er, der nie Jemandem irgendein Leid zugefügt hatte, die liebste und heiligste Person auf der ganzen Welt, starb für MICH, aus Liebe…

Weiter zu Teil 3

 

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